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das höchste Gesetz seines Herzens, und man müsse hienieden das Gebet des Thuns und Wirkens üben; das beste Gebet sey: sich völlig dem Willen Gottes hingeben. Ein anderer Beweis, daß sein Leben ein unausgesetztes Gebet gewesen, liegt darin, daß er fast immer in Gott gesammelt war. Das konnte man leicht erkennen, obgleich seine Geistessammlung ihn weder düster noch traurig machte, und durchaus nicht in die Augen fiel, ausgenommen denen, die sei­ne Weise kannten.

Es find ungefähr fünfzehn Zahre verflossen, daß ich einmal unfern Seligen fragte: ob erlange ohne wirksa­men Hinblick auf Gott sey; er antwortete mir: Zu­weil e n u n g e h r eine Viertelstunde. Ich bewunderte solches an einem Prälaten, der mit so verschiedenartigen und wichtigen Geschäften beladen war; auch lehrte er alle seine Beichtkinder, beständig Acte der Rückkehr deS Geistes zu Gott vorzunehmen, selbst unter geistlichen Verrichtungen, wenn es Geist­liche waren, wie predigen. Deicht hören, siudiren, lesen, von geistlichen Dingen reden, u. s. w.

Seine Predigten und Gespräche, wie seine Rat­schläge zielten alle nur dahin, die Einigung der See­len mit Gott, sowohl durch das Gebet als durch den Wandel, zu bewirken.

Einmal sagte er mir, die Gegenwart von Köni­gen und anderen Fürsten lege ihm keinen Zwang auf, vielmehr verbleibe er in seiner gewohnten Haltung, weil er das lebendige Gefühl der Gegenwart einer viel größer« Majestät habe, die ihm allenthalben