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gleiche Ehrfurcht einflöße; obwohl er beständig von Leuten und Geschäften umgeben war, hielt er doch sein Herz, so viel er nur konnte, immer in der Ge­genwart Gottes. Zum Beweise mag dienen, was er mir einmal schrieb:Ich bin von Leuten umgeben, und doch ist mein Herz einsam."

Unser Selige hatte von Gott eine große Gabe des Gebetes erhalten und redete mit unserm Herrn sehr vertraulich und einfach, mit einer vollkommen traulichen Liebe. Eines Tages, als er mit mir über diesen Gegenstand sprach, verglich er sein Gebet mit einem auf einem sehr glatten Tisch ausgegossenen Oele, welches stch immer mehr verbreitet. So auch ver­breiteten einzelne Worte oder Gedanken seines Gebe­tes eine dauernde süße Empfindung über die ganze Seele.

Er sagte mir auch: sein erster Gedanke Morgens beim Erwachen fei? an Gott, und so auch entschlafe er mit diesem Gedanken.

Er sagte mir ferner noch: er fei? besonders glück­lich, wenn er allein sey, weil ihm dann die Gegen­wart Gottes fühlbarer sey, als im Drange der Ge­schäfte und unter dem Gespräch mit den Leuten. Ich weiß, daß der Selige oft, wenn er ohne Vorberei­tung zu beten anfing, sich plötzlich ergriffen und in Gott gesammelt fand.

Er sagte auch, wir wüßten nicht, worin der wahre Dienst Gottes bestehe: die wahre Weise, ihm zu dienen sey, ihm nachzufolgen und mit der höchsten geistigen Kraft der Seele seiner Spur nachzugehen.