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So schrieb er mir einmal, als er in Paris war: Ich predige hier, sagte er, vor diesem Hofe, aber ich versichere Sie, weder besser, noch mehr aus Herzensgründe, als ich in unserer kleinen Kirche von der Heimsuchung gepredigt." Es ist eine un- laugbare Wahrheit, dasi er bloß den Nutzen der Seelen und keinesweges den Beifall suchte.

Er bestieg mit großer Demuth und Hingebung in den Willen Gottes die Kanzel. Besonders be­wunderte man die große Faßlichkeit und Klarheit, womit er sich ausdrückte, und das Verst'/'.dniß der tiefsten Geheimnisse unsers Glaubens ganz einfaltig und gründlich zu verbreiten suchte. Bei der letzten Reise, die dieser Selige nach Paris gemacht, pre­digte er dort die ganze Fasten, und außerdem noch unzahligemal in allen Kirchen.

Als er das erstemal in Paris war, hielt er während eines halbjährigen Aufenthaltes daselbst an hundert Predigten, wie Augenzeugen berichten; so­wohl im Saal des Louvre als andern Orts. Eine Menge Irrgläubige wurden durch seine Predigten bekehrt; unter Andern die große Familie Raconi, die er in den katholischen Glauben aufnahm; zwei von dieser Familie sind große Kanzelredner und einer davon ist ein Kapuziner.

Zn Dijon hielt er die Predigten in der Fasten­zeit, wo er allgemein als ein wahrhaft apostolischer Mann, der eben so sehr durch sein Leben als durch seine Vortrage predige, bewundert wurde. Hier ge­wann er sich alle Herzen, besonders die der