27

durch die Schmach derer, die Ihn verlassen. Ich muß mit der Versicherung schließen, daß mich Gott bei Gelegenheit des Abfalls dieses jungen Mannes mit neuen geistlichen Einflößungen und mit wonnevoller Bewunderung des katholischen Glaubens erfüllt hat."

Wissen Sie, schrieb er mir ein andermal, daß ich jetzt eine betrübte Zeit habe; denn seit hl. drei König bis zur Fasten habe ich mit ganz eigenen Empfindun­gen zu kämpfen. Denn so elend, ja so verabscheu­ungswürdig ich auch bin, verursacht es mir doch un­endliche Schmerzen, so viele Seelen zu Grund gehen zu sehen, weil die Lauheit über Hand nimmt. Die beiden verflossenen Sonntage fand ich unsere Com- munixanten um die Hälfte znsammengeschmolzen; das hat mir sehr leid gethan. Denn wenn auch diejeni­gen, welche sonst zu communiziren pflegten, nicht ge­rade schlecht werden, warum unterlassen sie denn jetzt, rS zu thun? Nichtiger Gründe wegen, das thut mir leid. Flehen wir darum Gott an und danken wir ihm, daß wir entschlossen sind, niemals desgleichen zu thun. Nein, ich glaube nicht, daß wir jemals den Muth haben werden, mit Vorbedacht auch nur um einen Schritt abzulenken von unserm Wege, um alles, was die Welt uns dagegen bieten könnte. Nein, gewiß nicht mit der Gnade Gottes gewiß nicht!"

Ich sage also, daß man nie im Stande seyn wird, den Feuereiferzu schildern, der diesen Seligen für den heiligen, römisch-katholischen und apostoli­schen Glauben und für die Predigt des Wortes Got­tes beseelte. Und dieß ist wahr, notorisch und öffentlich.

2 *