Der ehrwürdige Pater Suffren, auch ein Je­suit und Beichtvater des allerchristlichsten Königs und der Königin, seiner Mutter, ein äußerst demü- thiger und in Führung der Seelen wohlerfahrener Mann, sagte nach einer Unterredung, die er mit unserm Seligen gehabt: er habe mehr in neun Stunden über die Führung der Seelen bei ihm ge­lernt, als früher in seinem ganzen Leben.

Der ehrwürdige Dom Sens, General dev Feuillans, ein Mann von seltener Frömmigkeit, äußerte auch gegen die genannte Dienerin Gottes, die Zahl derer, welche die Gabe der Unterscheidung der Geister erhalten hatten, sey sehr klein; unser Selige aber besitze sie im höchsten Grade; und diese Wahrheit ist offenkundig.

Dieser Selige hatte einen solchen Scharfblick, daß, wenn man mit ihm von Gewissenssachen rede­te, oder ihm darüber schrieb, er mit einer Feinheit und Klarheit ohne Gleichen die^ Neigungen, Regun­gen und alle Triebfedern des menschlichen Handelns in den Seelen unterschied und in so bestimmten, nachdrücklichen und verständlichen Ausdrücken dar­über sprach, daß man mit großer Leichtigkeit die zartesten und erhabensten Gegenstände des geistlichen Lebens aufzufassen vermochte. Diese Wahrheit spricht sich in dem Buche seiner Episteln deutlich aus.

Ich weiß das durch eine bestimmte Erfahrung, es haben mir es aber auch mehrere Personen ge­sagt. Er hat Personen, die ihm ihre geistlichen Bedürfnisse geoffenbart, gesagt, er sehe klar in ihr