45

ist eine Wahrheit, die von allen denjenigen, die mit ihm nähern Umgang gehabt, anerkannt wird; auch nahm man von verschiedenen Orten aus seine Zu­flucht zu ihm, um in Gewissenszweifeln Aufschluß durch ihn zu erhalten. Zeh weiß, daß mehrere Prälaten, Aebte, Klostergeistliche und Weltgeistlichc, Edelleute und obrigkeitliche Personen, Fürsten und Fürstinnen, Leute aus allen Ständen, Reiche und Arme aus verschiedenen Provinzen deßwegcn zu ihm gekommen sind. Unzählige hat er so auf den Weg der christlichen Vollkommenheit geleitet. Ich habe nie sagen hören, daß eine dieser Personen irgend einer Täuschung anheimgefallen sey, noch abgewichen von. der Furcht Gottes eine einzige ausgenom­men, die ferne von ihm lebte, und auch von dieser ist es nicht gewiß.

Wenn er durch irgend eine Stadt kam, so empfing man ihn auf eine ganz außerordentliche Weise. Die erfahrensten Seelenhirten kamen, ihn zu Rathe zu ziehen, und schickten ihm ihre Schüler, damit er sie in den schwierigsten Dingen des geist­lichen Lebens unterweise. Eine große Dienerin Got­tes hat mich versichert, der ehrwürdige Jesuit, Pa­ter Cotvn, ein durch seine Frömmigkeit so ausge­zeichneter Mann, habe ihr gesagt, er könne noch nicht bestimmen, von welcher Art die außerordent­liche Führung einer Seele sey, die er unter seiner Leitung habe, bis er die Meinung unsers Seligen darüber vernommen, mit welchem dieser ausgezeich­nete Pater so oft gewünscht, conferiren zu können.