und die jüngere ging in's Kloster und ist gegenwärtig Oberin in einem der Klöster unsers Ordens.
Unser Selige empfing von Gott große Erleuchtungen und Einsicht vermittelst des Gebetes. Ich erinnere mich, daß mir der selige Herr Fabre, Präsident des höchsten Senats von Savoyen, ein vortrefflicher Mann, von seltener Demuth und Frömmigkeit, ein inniger Freund unsers Seligen, gesagt hat, er sey einmal in großer Angst gewesen wegen des Seelenheils seiner Gemahlin, die ohne Beicht gestorben war, und habe dem Seligen seine Zweifel mitge- theilt. Der Selige betete für sie, dann sagte er: Seyen Sie nicht mehr in Sorge um die Seele meiner Schwester (so nannte er sie). Seyen Sie versichert, daß sie auf dem Wege des Heiles ist.
Im Jahre 1616 kam der Herr Herzog von Nemours mit einer großen Armee, in der Absicht, dieß Layd Savoyen zu erobern. Jeder glaubte, das Land werde verheert und unsere Stadt genommen werden. Nachdem unser Selige eine Weile über diese Begebenheiten nachgedacht, sagte er mit großer Bestimmtheit: es werde sich binnen Kurzem wieder Alles friedlich gestalten, und so geschah es auch.
Man brachte ihm die Nachricht von der Erkrankung einer seiner Schwägerinnen. Er las Messe für sie; bei seiner Rückkehr sagte er mir, er habe nicht für sie als eine Kranke beten können, sondern als für eine Todte, und in der Thar war sie gestorben; und diese Nachricht traf bald hernach ein.
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