als die Reichen und Gebildeten; denn darin, sagte er, zeige sich die wahre Liebe. Selbst die Kinder wies der liebe Selige nicht von sich, sondern empfing sie so liebreich, daß sie immer wieder gerne zu ihm kamen.

Er ließ seinen Beichtkindern alle Zeit und Muße, die sie wünschen konnten, um ihre Beicht wohl abzulegen. Nie drängte er sie. Und außer den oben genannten Tagen verließ er auch zu jeder Stunde jedes andern Tages, wenn man es begehr­te, alles, sogar das heilige Officium in der Kathe­drale schob er auf, und wenn er schon angezogen war, die heilige Messe, und ging vom Tische, wenn schon aufgetragen war zum großen Leidwesen sei­ner Leute blos um die Beichtenden zu hören.

An den hohen Festen, Jubiläen und bei ähn­lichen Gelegenheiten mußte er oft Tag und Nacht im Beichtstuhl zubringen. Ich sah ihn einmal ganz erschöpft davon:Diese Tage,, sagte er mir, sind von hohem Werthe wegen der vielen Beichten." Seinen Beichtlingen sagte er, um ihnen Muth zu machen:Machet keinen Unterschied zwischen euerm Herzen und dem meinigen; ich bin ganz der eurige; wir sind gleich."

Er weinte mit einigen über ihre Sünden, und behandelte überhaupt seine Beichtkinder so liebreich, daß sie vor ihm ganz zerschmolzen. Eines TageS schrieb er mir: wir haben hier ein großes Jubiläum gehabt, was mir viel zu thun, aber auch viel Trost gegeben hat, der Generalbeichten und Bekehrungen