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Er half auch mit unvergleichlicher Güte zum Geständniß der Sünden, die man aus Scham oder aus Unwissenheit nicht zu sagen wußte.
Nach der Beicht sprach er so herzlich mit einem; „O, wie theuer ist mir Ihre Seele! Jetzt freuen sich die Engel und jubeln über das, was Sie gethan; und ich wünsche Ihnen Glück dazu; aber, nicht wahr. Sie versprechen es unserm Herrn und auch mir, es nicht wieder zu thun."
Sah er, daß Einer keine Reue hatte, so wußte er ihm einige kurze Worte einzugeben, wie zum Beispiel, er fragte ihn: Nicht wahr. Sie möchten Gott nie beleidigt haben? Zuweilen ließ er sich auch etwas zweimal sagen, um den Widerwillen zu brechen, mit welchem das Erstemal das Dekenntniß einer Schuld war abgelegt worden.
Ergab sehr kleine Bußen auf und sagte: „Werden Sie wohl thun, was ich Ihnen sage?" Sprechen Sie das oder jenes, irgend ein mündliches Gebet, was man leicht beten konnte, und gab niemals Betrachtungen über irgend ein Geheim- niß oder Aehnliches zur Buße.
Er redete wenig bei der Beicht, außer um leere Skrupel zu heben und seine Beichtkinder zu belehren über das, was Sünde sey, und was nicht. Die wenigen Worte aber rührten das Herz mehr, als es lange Reden vermocht hätten. Man ging mit großer Freudigkeit und oft mit Sammlung des Gemüthes und einer lebendigen Gottdurchdrungenheit von ihm.

