genug loben; ich habe sie mit Bewunderung davon sprechen hören.

Nie spottete er über Jemanden, nie beleidigte er Andere. Zuweilen mischte er kleine unterhaltende Anekdoten in sein Gespräch, aber mit so viel feinem Takte, daß diejenigen, welche ihn hörten, eben so viel Erbauung als Unterhaltung fanden. Wenn man in Gesellschaften, wo er sich befand, über den Nächsten zu klagen ansing, zeigte er, daß es ihm kein Vergnügen mache, solches zu hören; er entschuldigte alles; konnte er die That nicht entschuldigen, so ent­schuldigte er die Absicht, so viel er konnte, und warf die Schuld auf die Gebrechlichkeit der Personen. Wa­ren die begangenen Fehler zu groß, so sah man ihn die Augen gen Himmel heben, die Achseln zucken und sanft sagen: Menschliches Elend! Wir sol­len eben fühlen, daß wir Menschen sind.

Nie hörte man ihn von irgend Jemand Uebles reden, noch Anderer Handlungen verkleinern. Thaten es Andere in seiner Gegenwart, so nahm er die Partei der Abwesenden, und gab durch seine Worte zu verstehen, wie sehr solche Gespräche ihm miß­fielen.

Er konnte vornemlich nicht leiden, wenn man über den Nächsten spottete; er sagte, dieß sey gera­dezu gegen die Nächstenliebe. Es geschah einmal, daß eine vornehme Person in seiner Gegenwart über eine andere sehr häßliche und widerwärtige spottete. Als die Gesellschaft sich zurückgezogen hatte, nahm er sie auf die Seite und sagte zu ihr:Wie? so behan-