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schöne Worte zu suchen, noch mit Affectatien; er liebte Ungezwungenheit und Einfalt. Oft habe ich bemerkt und mit mir auch andere, daß er nichts zu wenig und nichts zu viel sagte, sondern stets nur was nothwendig war, und in so gutgewahlten Ausdrücken, daß stch nichts hinzufügen ließ. Oft lehrte er uns, daß sich viel sagen lasse, indem man bescheiden schweige, durch Gleichmüthigkeit und edle Haltung. Das verstand er auf bewundrungswürdige Weise.
Er war in seinen Reden durchaus wahrhaft, und sagte, es sey'dieß ein großes Geheimnis', den Geist Gottes auf stch herabzuziehen, wenn man nicht lüge. Als ihn der Schlagfluß traf, der sein Ende herbeiführte, lief auf das Gerücht von diesem Unfall eine Laicnsch'.r-cster (soeur tourriere) von unser m Kloster in Lyon in seine Wohnung und wollte ihn aufregen und wieder zu sich bringen. Sie sagte ihm, sein Bruder, der Hochwürdigste Bischof von Chalcedon, sey da. „Meine Schwester, antwortete er fest, man darf nicht lügen.
Die Conversation dieses seligen Dieners Gottes wurde hochgepriesen, und allgemein von denen, die sie kennen lernten, für unvergleichlich gehalten. Ein französischer Prälat sagte: sie 'sey ganz engelhaft. Mein Bruder, der Hochwürdigste Erzbischof von Bourges, wie auch mein Vater und mehrere sehr vornehme Personen, die mit ihm vertraut waren und Reisen mit ihm machten, konnten seine heilige, belehrende und höchst angenehme Gssprächsweise nicht

