gläubiger äußerte: er möchte ihn mit seinem Blute zurückkaufen.

Ein vornehmer, aber sehr weltlich gesinnter Mann faßte Widerwillen gegen unfern Seligen, und that ihm alles Mögliche zu Leid. Sechs Jahre lang, sagte er nachmals selber, war er unaufhörlich bemüht, allen seinen Handlungen nachzuspähen, um zu sehen, ob es nichts daran auszusetzen gäbe. End­lich sah er sich zu dem Gestandniß gezwungen, daß dieser selige Prälat ein wahrer Heiliger, ein tadel­loser und in seiner Geduld, womit er ihn ertragen, unvergleichlicher Mann sey. Er hat diesem Manne nachmals bedeutende Dienste geleistet.

Einer der Almoseniere dieses Seligen, der fast immer um ihn war, sagte, daß er ungeachtet des Unwillens, den er über einige seiner Handlungen, wobei, wie ihm dünkte, die Güte zu weit getrieben war, doch immer den festen Glauben hatte, er sey ein Heiliger, und obgleich er ^ ihm am meisten zu­wider gewesen, mußte er ihn und alles was von ihm kam, doch höchlich verehren, denn es war ein geheimer, unwiderstehlicher Trieb in ihm, der ihm sagte, der Selige sey ein wahrer Heiliger, und selbst in den Handlungen', die er zu meistern sich erlaube, fände sich auch nicht die geringste Unvoll­kommenheit, weshalb sie gerügt zu werden ver­dienten.

Derselbe Almosenier erzählte von einer Reise des Seligen nach Mailand, woselbst er das Grab des heiligen Earl Borromaus besuchen wollte. Eine Menge