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Abtei zur seligsten Jungfrau Maria von ILoIos-klo. nostvr.

In Klausenburg (Claudiopolis) hat sich, seitdem es der Sitz des königlichen Landes-Guberniums ist, die ka­tholische Religion erstaunlich schnell ausgebreitct; ihre Be­kenner belaufen sich gegenwärtig schon auf 6,000 Seelen bei einer Bevölkerung von 20,000 Menschen. Hier ist auch das königliche akademische Lyceum; in der Kirche des­selben, welche den Piaristen anvertraut ist, befindet sich ein Marianisches Gnadenbild, wozu die Gläubigen von nahe und ferne, selbst aus Ungarn, der Wallachei und der Moldau zahlreich wallfahrten. Außer dem ist noch eine große, schöne Pfarrkirche, ein Franziscaner- und ein Mi- noriten - Kloster mit Kirchen, und eine Spitalkirche in die­ser. Stadt?

Im Durchschnitte kehren jährlich in Klausenburg bei zwölf Individuen, theils Lutheraner, theils Kalvinisten, in den Schooß der katholischen Kirche zurück. Selbst aus den höheren Ständen gibt es Beispiele der Art, so trat Anfangs dieses Jahrhunderts der Graf Rhedcy Fe- rentz (Franz) und 1821 die Gemahlin des Grafen BanfV Denis (Dionysius) zur katholischen Kirche zurück. Viel seltener aber findet die wahre Lehre Jesu Eingang in die Herzen der Unitarier, und Referent weiß während seines 20jährigen Aufenthaltes in Siebenbürgen, nur zwei Fälle: einen zu Klausenburg, und einen zu 8zamos-Fjvur (Ar­menien-Stadt, Armenopolis), wo durch Empfang des heiligen Tauf-Sacramentes erwachsene Unitarier in die Gemeinschaft der katholischen Kirche traten.

Rach der, alljährlich am Neujahrstage in der Pfarr­kirche zu Klausenburg gehaltenen Nachmittags-Predigt, wird die Zahl der, im verflossenen Jahre Getauften, Ge-