123
feierliches Glaubensbekenntniß in die Hände des damaligen Stadtpfarrers von Karlsburg, Domherrn Domas! ab. Noch im nämlichen Jahre besuchte der damalige hochwürdigste Bischof Freiherr von Szcpesy diese neue Gemeinde, und ertheilte allen dazu Vorbereiteten das heilige Sacra- ment der Firmung. Die vorige kalvinische Kirche wurde nun, größtentheils durch die Freigebigkeit beider Bischöfe mit Altären, Ornamenten und heiligen Gefäßen hinlänglich geziert und versehen, dann feierlich consecrirt, und ein Pfarrverweser aus dem Franziskaner-Orden bei selber mit einem, von Se. k. k. apostol. Majestät gnädigst bewilligten fixen Gehalt, angestellt. — Ihre Majestät die Kaiserin Karolina Augusta beschenkten die neue Gemeinde mit einer prächtigen Monstranz. Und hierbei wird die erfreuliche Wahrheit bestättiget gefunden, daß, wenn irgendwo wohlthätige Handlungen in der großen österreichischen Monarchie wünschenswerth sind, selbe auch wirklich geleistet werden, und daß dabei auch immer eines oder das andere Hochverehrte Glied unsers frommen Herrscherhauses an der Spitze steht.
Häufige Uebertritte ganzer wallachischcr nicht unirten Gemeinden zur unirt- griechischen Kirche finden in neuerer Zeit Statt. So ist unter andern 1822 die Gemeinde von Tarteln bei Großschenk (Nagy 8inlch übergetreten.
Die Katholiken Siebenbürgens besitzen außer dem katholischen akademischen Lyceum, noch an folgenden Oer- tern Gymnasien: zu Klausenburg, Hermanstadt, Kronstadt (Brasso, Maros Vassarhely), Distritz, Karlsburg und Bla- sendorf^ dann National-Hauptschulen zu Klausenbnrg, Hermanstadt und Kronstadt und viele Trivialschulen. Alle Professoren und Lehrer werden aus dem Religionsfonde besoldet, und die Schüler entrichten kein Schulgeld.
6 * '

