Vinassa, welche durch Hrn. Fabrikanten Altherr, den Erfinder und Vervollkommnet der Blattstichweberei, eingerichtet wurde und in einem Hellen Saale des Plainpieds 20 Webestühle besitzt; ferner auch die Jacquardweberei von Kürsteiner in einem groben Gebäude, das wir bereits von der neuen Brücke über den Goldibach gesehen hatten und das einst als Papiermühle und später auch als Spinnerei gedient hatte. Auch eine Bleiche findet sich im Bereiche Teufens und 2 Zwirnereien, erstere östlich des Zeughauses, letztere unweit der Straße nach Speicher.
Zu den öffentlichen Gebäuden der Gemeinde übergehend erwähnen wir hier zuerst der Kirche, welche im Jahre 1777 durch den Gemeindebürger Grubenmann, den Erbauer mehrerer anderer Kirchen und einer Rheinbrücke bei Schaffhausen aufgesührt. Sie ist sehr geräumig und bell; der Thurm erhebt sich mit seinem schlanken Helm über 200 Fuß hoch und enthält eine über 130 Zentner schwere Glocke mit ergreifend feierlichem Tone. Seit 1777 wurde zu verschiedenen Malen eine Renovation der Kirche vorgenommen. '
Das Pfarrhaus und das Schulhaus wurden 1838 und 1839 nach geschehener bedeutender Erweiterung des Dorfplatzes erbaut. Das Pfarrhaus ist eines der schönsten weit und breit und enthält außer der Pfarrwohnung die Geineindekanzlei, einen sehr schönen Sitzungssaal des Gemeinderaths, welcher indeß auch schon den Gr. Rath in sich tagen sah, und eine reichhaltige Bibliothek. — Das Schulhaus war anfänglich zu einem andern Zwecke bestimmt. Als davon die Rede war, daß das Land zur Anschaffung eines neuen Rathhauses zu schreiten habe, lag es im Sinne des Hrn. Roth, jetzigem Statthalter und Ständerath, das neue massive Gebäude seinem Heimatkantone geschenkweise zu überlassen. Die Konkurrenz, die sich Trogen und Teufen um den Besitz des irntfii Nstth Hauses machten, gab einer Landsgemeinde,

