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und ein zugleich auch als Rathhaus dienendes Pfarrhaus. Das Armenhaus in einem entlegenen Weiler wird einem Manne pachtweise übergeben, der dann Kinder und Erwachsene der Gemeinde gegen billige Entschädigung in Pflege nimmt. —
Den Dorfplatz auf der untern Westseite verlassend, betreten wir den Weg nach Walkstatt, welcher über bas Hundwylertobel, eine schauerlich wilde, von der Urnäsch durchflossene-Schlucht, führt. Eine neue gedeckte hölzerne Brücke hofft da schon seit zwei Jahrzehnten auf die nächstens zu erbauende Mittellandftraße.
Waldstatt ist von Hundwyl % Stunden entfernt. Es liegt das Dorf in einem lieblichen Thalgelände und ist in einem Theilungsbriese bereits i>n 14. Jahrhundert genannt. Dis 1720 war es kirchlich und politisch zu Herisau eingetheilt und erbaute sich dann für seine noch wenige Hundert Seelen zählende Bevölkerung eine eigene Kirche. Die in den l790er Jahren erbaute, 1840 wesentlich verbesserte Straße nach dem Toggenburg brachte dem Dorfe Zunahme des Wohlstandes. Die Fabrikation begann ihre Ausdehnung zu vergrößern, während bis da- hin die Hauptbeschäftigung in der Viehzucht bestand, die auch jetzt noch einen bedeutenden Erwerbszweig der Bewohner bildet. Das Dorf besitzt eine Primarschule.
Eine neu angelegte Landesftraße führt von hier nach Urnäsch und Appenzell. An derselben und '/ 8 Stunde vom Dorfe entfernt nahe bei dem Eingänge in die Schlucht der Urnäsch, liegt das Waldstätterbad. Dasselbe steht in angenehmer Lage und läßt ein offenes Thalgelände der Gemeinden Hundwvl, Stein und Teufen bis gegen Speicher überblicken. Die Badeanstalt wurde 1700 eröffnet, nachdem die Mineralquellen, welche zum Theil l8 Jahre vorher im Torfgrunde entdeckt worden, sich bei verschiedenen Kuren als heilsam ausgewiesen hatten. Im Jahre 1844 ließ dann der Eigenthümer neben der neuen Bierbrauerei ein größeres hübsches Badgebäude aufführen,

