44
Kutscher nicht daran erinnert hätte. Noch Etwas aber vergaß er. —
„Junger Herr," sagte der Fuhrmann; „vergessen Sie den Kutscher nicht. — Wo ist Ihr Achtgroschenstück?" —
„O, mein Achtgroschenstück!" rief Hugo, hinwer- send, was er in Händen hatte, um aus seiner geheimen Tasche das Geld zu nehmen. — Sie war leer. —
„Da ich fürchte, daß Sie ein Loch in ihrer Tasche haben, will ich Ihnen hier ein Achtgroschenstück geben," sagt? der Nachbar rechter Hand, ihm sein eigenes Acht- groschenftück zuwerfend. — „Ich danke auch für die Mittheilung des Geheimnisses von Ihrer geheimen Tasche." — Der Kutscher nahm eilig sein Geld und fuhr weiter, es Hugo überlassend, zu ergründen, warum er gekitzelt worden war, und wie sein Geld hatte in andere Hände übergehen können. Mit feuerrothem Gesicht versicherte er, daß es zu abscheulich von dem Mann wäre; aber der Mann war schon weit weg und konnte nicht sehen, wie aufgebracht er über ihn war.
„Eine hübsche Geschichte für unfern Unterlehrer, um damit gegen dich anzufangen," sagte Philipp ihm zum Trost. „Jeder Junge wird sie wissen, ehe du dich noch zeigst, und du wirst nie zum letzten Mal davon hören, darauf kannst du dich verlassen."
„Euer Unterlehrer!" rief Hugo, voller Erstaunen. — „Ja, unser Unterlehrer. Er war es ja, der auf dem Bock neben dem Kutscher saß. Fandest du das nicht heraus während der langen achtundzwanzig Meilen?" „Wie konnte ich? — Er sagte es mir ja nicht."

