Vorrede.
IMach langer Zögerung dürfen endlich auch die W asser mol lusken Tirols vom Stapel laufen. Die ungleich grösseren Schwierigkeiten in Aufsuchung und Determinirung dieser Familien, vergeblich abgewartete Literatur, anderweitige Studien, die vorerst abgethan sein wollten, auch Kränklichkeit u. s. w. tragen die Schuld des langen Aufschubes.
Wir können diesmal die Vorbemerkungen etwas kürzer fassen, da einerseits — wie für die südlichen Grenzseen — dieselben literären Studien vorliegen, deren bereits in der Vorrede des I. Theiles (S. Verhandl. d. zoolog. botan. Ver. 1856. Abhandl. S. 25 ff.) gedacht wurde, andrerseits aber ausser einer Uebersichtstabelle der Wassermollusken von Wälschtirol (Vergl. Strobel: Notizie malacostatiehe sul Trentino p. 97) für das übrige Tirol keine publicirten Vorarbeiten speciell existiren; daher denn auch in dieser Abhandlung die Citate der vaterländischen Literatur gänzlich w’egblieben.
Ebenso wird es genügen, bezüglich unseres Planes, der Associationstabellen, Abbreviaturen u. s. w. auf die Vorrede zur I. Abtheilung zu verweisen. — Wenn die analytischen Tabellen der Wasserconchylien kaum mehr als Fingerzeige bieten, so liegt der leidige Grund unabweislich in der Natur der Sache. Es ist, beispielsweise zu sprechen, für die ganze Secte bezeichnend genug, dass eine Limnaea staynalis var. lacuslris selbst zu seinem Antipoden L. auricularia hinübergreift.
Dieser Abtheilung wurden „Nachträge“ zu den L andconchylien Tirols und ein „Anhang“: Die Mollusken Vorarlbergs, sowie ein Register beider Theile beigegeben. In den Nachträgen ward nur

