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aus dem Ausspruche des trefflichen Klinikers Franz von Hilde nbrand: » Nostra penus medicamentosa adeo cir­cumscripta cst, ut praeter althaeam, sales medios, her­bas et extracta amara, sambucum , dulcamaram, sennam, rheum , oxymel, squillam, cantharides, stibium, mercu- rium, camphoram, opium et cinchonam paucis tantum egeamus remediis, iisque nonnisi in rarioribus casibus). «

*) Annales scholae clinico - medicae Ticin. Papiae 1826.

Pars i a - .

§ b2.

Da es übrigens nicht thunlich ist, für alle einzelnen Krank­heitsfälle allgemein paffende Arzneiformeln zu entwerfen, so ist es zwar dem Sanitätspersonals unbenommen, nach Befund des Bedürfniffes auch die übrigen , in der Pharmacopoea austriaca enthaltenen Körper in eigenen Magistralformeln zu verordnen; jedoch dürfen nicht ohne Noth theure Arzneien, z. B. Moschus, Bibergeil, Extract. cort. peruv., Rheum chinense'u. dgl. verordnet werden, wo man mit wohlfeileren einheimischen Heilmitteln den nämlichen Zweck der Heilung erreichen kann.

§. 63.

So muß statt Rosenhonig der gemeine Honig, statt Manna electa M. calabrina, statt Magnesia carbonica die M. c. ve- nalis *), statt Sapo medicinalis 8. venet. , statt Basilikon- und Digestiv-Salbe die Terpenthinsalbe, statt 8pecies emol- lientes pro cataplasmate das Mehl der Leinöl-Kuchen ge­braucht werden 2 ).

») Böhm. Gubernial- Dekret v. 12. Juni »838, G.Z. 3oo83.

2) Böhm. Gubernial-Dekret v. 26. April i83y, G.Z. 19817.

§. 64.

Statt der aromatischen destillirten Wässer sind immer die lnkusa zu verschreiben , und die Eibischwurzel nur durch eine Viertelstunde kochen zu lassen.