Herrn Joseph Bauerschuberts. A
Kunden mkt seinen äußerst glücklichen Naturgaben, mach» ten, daß er bald über alle Schwierigkeiten der lateinischen Sprache weg war. Nach Verlauf zweyer Jahre wußte er nicht nur das katein fehlerfrey, sondern auch gut, daß er sogar lateinische Verse machte. Er wußte verschiedenes aus der Geschichte, und hatte auch im Griechischen einen schönen Anfang gemacht. Man brachte ihn also gegen das Ende seines i4ten Jahre- im Herbste auf das Gymnasium nach Münnerstadt« Die Professoren daselbst, als sie seine Fähigkeiten ge» prüfet hatten, wollen ihn in Secundam nehmen; al- 'lein der P. Prior bestand darauf, daß er unten anfan» gen müsse, sonst wollte er ihm die Kost nicht geben. Diese war ihm auf Fürbitte seines Oheims Felix vec- williget worden, jedoch mit dem Beding, daß er die Blasbälge der Orgel in der Klosterkirche trete. ES half nichts gegen diesen Machtspruch. Bauerschubert mußte sich also demselben fügen ; weil er ohne dem Genuß dieser Wohlthat, für sich zu Münnerstadt nicht hätte bestehen können. Sein Fleiß und feine Bekanntschaft mit den alten Classikern, erwarben ihn in den 4 Clas« sen des Münnerstädtischen Gymnasiums, immer den ersten Platz. Ihm wurden mancherley Prämien zu Theil. Er hat deren über 20 im Verlaufe seiner Schuljahre nach Hause gebracht. Gegen das Ende seines ryterr Lebensjahres kam Bauerschubert im Herbste auf die hohe Schule nach Wirzburg, um Philosophie zu studieren. Er wurde im zweyten Jahre lecuuüus pkilo. kopiliae düsßitter. Sein Geist war viel umfassend und außerordentlich nachdenkend. Ich vermuthe fast, daß durch die außerordentliche Anstrengungen, fein ohnehin zarter Körperbau geschwächt worden ist."
So weit Herr Pfarer Keßler zu Birnfeld, in feinem Urtheile über Bauerschuberts Iugendjahre. Am
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