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hatten. Kinder, das ging mir durch die Seele und das Herz blutete mir. Ich fragte Barth auf sein Gewissen, ob dem Manne wirklich und gründlich mit dem Kapitale geholfen würde, und Barth gab mir die heilige Versicherung, daß dies in der That und in Wahrheit der Fall sei. Nun sprach ich mit Eurer Mutter. Wir hatten gerade ein Kapital von sechs­tausend Thalern, redlich von unseren Vätern erworbenes Gut. Eure Mutter sah aber weiter, als ich. Sie schüttelte den Kopf und sagte:Bedenke, lieber Mann, es ist nicht unser, es ist unserer Kinder Gut, was du weggeben willst, und sieh' dich recht vor, was du thnst. Deine Kinder stehen dir am Nächsten, und du hast die Pflicht vor Gott, bei allen wichti­gen Dingen zuerst ihrer zu gedenken. Weiter sage ich nichts, sondern überlasse Alles dir selbst "

Da hatte ich denn noch einen harten Kampfmit mir zu über­stehen. Ans der einen Seite einen jammernden, alten Freund, dem ich durch ein Wort helfen konnte auf der andern Seite die mir von Gott anvertranten Kinder, die ich durch eben die­ses Wort ihres Eigenthums berauben konnte. Aber es gab doch, noch einen Unterschied. Daß einer verzweifelnden Familie geholfen würde, wenn ich das Geld gab, das war gewiß oder schien doch so daß aber das Kapital verloren gehen würde, das war zweifelhaft, und Barth schwor unter Thränen, es stünde ganz sicher bei seinem Schwiegervater. Nun, Kinder, da versetzte ich mich in Barth's Lage, und da gab ich das Geld hin. Als ich es der Mutter sagte, sprach sie kein Wort weiter, als nur:Ich hätte in deiner Stelle wohl eben so gehan­delt," aber ich sah ihr wohl an, zufrieden war sie mit mir nicht. Barth aber war ein glücklicher Mensch geworden, und niemals werde ich seinen Blick und seine Worte vergessen, mit denen er seinen Dank herftammelte."