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auch freute und in der innersten Seele erquickte, daß sie so herzensliebe und gute Kinder hatte, so schmerzte sie doch auch die Trennung von Marie, und die Erniedrigung ihres Sohnes David. Aber die Freude war dennoch größer, als der Schmerz, und mit dem Vater, der seine ganze alte Kraft und Rüstigkeit wiedergewonnen hatte, sprach sie: „Laß fahren dahin Hochmuth und Eitelkeit! Die in Thränen säen, werden in Freuden ärndten, und die sich selbst erniedrigen, werden erhöhet werden, wenn auch nicht in den Augen der Menschen, so doch in den Augen des Herrn!"
So sprach sie, und es ward beschlossen, daß David sich um den Hirtendienst im Dorfe, und Marie um einen Magddienst in der Stadt bemühen sollte.
Viertes Kapitel.
Sie säen mit Thränen.
Vater Buchholz liebte es, daß ein Entschluß, wenn er einmal gefaßt war, auch rasch und entschlossen ausgeführt wurde. Das wußte David sehr wohl, und daher graute der Morgen kaum am andern Tage, so suchte er Hans, den Ziegenhirten, auf, und sagte ihm, daß er nun ohne weitere Umstände nach Querstädt gehen und Kuhhirt werden könnte, denn ein Bursche, der Ziegenhirt werden wolle, sei gesunden.
„Und wo ist der Bursche?" fragte Hans erfreut. „Aus dem Dorfe kann's keiner sein, denn da habe ich überall, Reihe herum, angefragt, und Allen war der Posten zu schlecht."
„Und doch ist es ein Bursche aus dem Dorfe, Hans," er- wiederte David lächelnd. „BeiAllen bist du nicht gewesen, zum Exempel bei mir nicht."
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