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gebildeten Gläubigen vorgetragen werden. Indessen, abgese­hen von den Vortheilen, welche die homiletische Forn geist­lichen Reden gewährt, ist sie ja die eigentlich ursp-üng- liä)e Form, deren sich unser Herr und Lehrmeifte, die Apostel und darauf durchgehends die heiligen Väter de Kir­che bedient haben.

Bei wem findet man aber alle, gar alle Eigenschlften eines katholischen und vom heiligen Geiste wahrhaft bseel- ten Redners, wie selbe der Herr Bischof und Dr. Band (in seinem vortrefflichen Handbuche der geistlichen Beredsm- keit), und vor ihm so viele ausgezeichnete Lehrer in der hvli- gen Kirche aus dem Wesen und Zwecke der geistlichen Rde dargethanchaben, so vollkommen auch äußerlich erwiese,, als bei den ersten Mustern, die wir an den heiligen Vätern finden? Sollten wir nicht auch die Form ihrer Reden nacl- ' ahmen, in der sie die Kirche Gottes erbaut, und das Reih Gottes so kräftig und erfolgreich ausgebreitet haben? heiligen Glaubens- und Sittenlehren der göttlichen Offenbar rung sind der Gegenstand der geistlichen Rede.

In welches Gebiet der Wahrheiten, die den Geist des- Menschen ausbilden, müssen wohl aber sämm tliche Leh­ren unserer heiligen Religion rücksichtlich ihres äußern wis­senschaftlichen Charakters gestellt werden? Sind sie nicht durchaus geschichtliche Lehren, wenn man Geschichte in dem Sinne nimmt, wie sie bei der dreifachen ganz gerechten Theilung oder Sonderung des Gebiethes menschlichen Wis­sens genommen wird, als wahre Kunde oder Ueber­liefe rung von Geschehenem? Beruht das erste Dog­ma von Gott dem heiligsten Schöpfer, und das vom Ur­sprünge und der Bestimmung aller Dinge nicht auf einer ge­schichtlich beurkundeten Thatsache? Sind die heiligen Lehren von Christo dem Sohne Gottes, von der dritten göttlichen Person, dem heiligen Geiste, von der Erbsünde, den Sa­kramenten, von der heiligen Kirche und ihrer Verfassung