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ja Gottes Gnade selber fortwährend in uns das Wollen und das Vollbringen wirkt; aber nicht unruhig, nicht stürmisch, nicht vorgreifend; auch in diesen Stücken ziemt dem Christen alle Sorge auf den Herrn zu werfen und „mit Geduld in guten Werken zu trachten nach dem ewigen Leben Laß den Geist der Gnaden, das Reich Gottes und seine selige Vollendung immerhin deine Brust schwellen, aber lerne warten; es scheint oft die Stunde nahe, und plötzlich verzieht sie sich wieder; man schreitet rüstig vorwärts, und plötzlich wird man wieder zurückgeworfen; die Stunde ist noch nicht gekommen, wir müssen warten lernen, denn das Reich Gottes ist ja schon in uns; die Gnade lebt in uns, darum können wir auch warten; Morgenluft umsäuselt uns schon; „wer an mich glaubt, der hat das ewigeLeben^)." Verzagen wir nicht ob uns, nicht ob Andern; hoffen wir, hoffen wir auf den Herrn; so gewiß die Gnade erschienen ist, so gewiß vollbringt sie ihr Werk in unserem Geschlecht; so gewiß als alles Leben in der Natur seine Reife erlangt, so gewiß das Samenkorn des Reiches Gottes; alle Ungeduld ist Unglaube, Sünde, Verderben. Kämpfe und harre als ein guter Streiter; es sitzt der rechte Herr im Regimente. Wird dir's bang und heiß,
S) Rom. 2, 7. v) Zoh. 6, 47.
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