dem Grabe so entschieden Leben und unvergängliches Wesen an's Licht gebracht, daß gleich die erste christliche Gemeinde zur Feier dieses Alles überwältigenden, Tod und Grab verschlingenden Sieges nicht etwa bloß jährlich das Osterfest gefeiert, sondern lange vor demselben den wöchentlich wiederkehrenden Sonntag eingesetzt, und an diesem statt der Schöpfung der Welt vielmehr die Erneuerung derselben durch die Auferstehung Jesu Christi gefeiert hat, und bis auf den heutigen Tag umfächeln jede Seele, die den Sonntag noch sonntäglich zu feiern und im Feierschmucke des Glaubens durch die Todtenäcker das Haus Gottes zu gewinnen vermag, Lüfte und Kräfte der zukünftigen Welt. Das ganze Heilsleben des Christen ruht überall auf Thatsachen, auf Gottes Gnadenthaten in Jesu Christo, in welchem, als dem wahrhaftigen Gottmenschen, alle Verheißungen sind Ja und Amen, Leben und Wirklichkeit geworden. Und in dieser seiner Auferstehung ist die ewige Vollendung der Dinge nicht bloß vorgebildet, sondern auch angebrochen, und in Kraft dieser Auferstehung auch unsere persönliche Hoffnung eine lebendige und als solche unendlich viel mehr denn bloße Hoffnung, sondern der thatsächliche Anbruch des ewigen Lebens selbst geworden. N

