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Hoffnung auf ein Jenseits in allen Religionen an­treffen, so gehört in der Geschichte des Volkes Gottes die Wahrnehmung zum Wundervollsten, wie aus sei­nem Glauben an einen lebendigen Gott allmählig auch die Forderung einer Ewigkeit des Menschengeistes sich herausgestellt hat. Dieß Allgemeinste ist es, was in Israel zur Zeit Jesu und auch in unseren Ta­gen bei denen als Hoffnung feststeht, deren Herz sich noch nicht ganz in Fleischessinn gefangen gege­ben hat. Je mehr aber das Herz die Salbung von Gottes Geiste verliert, desto mehr auch sinkt diese Hoffnung zu einer matten Vermuthung herab, die keinen Einfluß und keine Schönheit mehr über dieses irdische Leben zu verbreiten vermag.

Von einer lebendigen Hoffnung spricht nun freilich der Apostel nicht zu solchen, die von ihrem Christenglauben irre gegangen sind, sondern zu sol­chen, die da mit fröhlichem Munde die großen Heils­und Gnadenthaten Gottes in Christo aus eigener innerer Erfahrung preisen können. Er redet zu Chri­sten, welche die Herrlichkeit Gottes in Jesu Christo geschaut haben und deren Hoffnung noch durch dessen persönliche Auferstehung von den Todten die rechte Lebendigkeit und Gewißheit erhalten hat. Christus, der Auferstandene und dann zur Rechten Gottes Er­höhte, der hat für Alle, die an ihn glauben, aus