'm 54 Aus­

wachsen bis zu der Ernte, und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne, aber den Waizen sammelt in meine Scheu- ren." Wollen wir nun aber, ehe wir diese letzteZeit der Ernte in unsere besondere Betrachtung ziehen, zuvor noch das vom Herrn wohl angedeutete, aber nicht weiter dargestellte Wachsthum des Waizens und des Unkrautes, also die dem ausgestellten Ziele zustrebende Entwicklung des Reiches Gottes in unserem Geschlcchte an uns vorüberführen, so bietet uns hiefür das Wort der eben schon selbst in diese Entwicklung hineingestellten Apostel bedeutsame Winke genug; zugleich aber werden wir uns zuerst noch gegen diejenigen verantworten müssen, welche fragen möchten, ob sich denn in unseren Tagen zieme und überhaupt heilsam für uns sei, sich mit diesen zu­künftigen Dingen ernstlich zu befassen.

In dieser Beziehung, meine Andächtigen, dürfen wir vor Allem daran erinnern, daß der Herr auch die Auslegung dieses Gleichnisses wie so manche andere wichtige Rede mit dem Ausrufe geschlossen hat:Wer Ohren hat zu hören, der höre?)." Hat nun der Herr schon vor fast zweitausend Jahren über