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Was nun zuvörderst die Alltäglichkeit irgend einer Zeit betrifft, so wissen wir ja, wie oft doch der Schein trügt, und unter der Oberfläche und in der Tiefe einer Zeit bedeutsame Bewegungen Vorgehen können, von denen kurzsichtige Menschenweisheit keine Ahnung hat; denn der Herr ja verkündet, daß man selbst vor dem letzten Gerichte „essen und trinken, freyen und sich freyen lassen werde wie in den Tagen vor der Sündfluth"") und gerade wie auch in diesen unseren Tagen. Die Welt wird von den Gerichten Gottes, dem letzten, wie den ihm vorangehenden, jederzeit überrascht werden, denn sie kommen wie „ein Dieb in der Nacht" 12 ), wie „ein Fallstrick" *»), und wie „ein Blitz" "). Schon mehr in's Gewicht für die noch größere Entfernung des letzten Erntetages und Gerichtes fällt die Bemerkung, daß das Ende nicht kommen mag, es sei denn zuvor der Same vom Reiche überall ausgestreut und das Evangelium auf der ganzen Erde verkündet „zu einem Zeugniß über alle Völker" ; denn der ganze Acker der Welt wird für die himmlische Aussaat in Anspruch genommen. Aber, meine Freunde, wie sehr etwa auf dem großen Völkermeere der Heidenwelt Windstille zu herrschen
«) Matth. 24. 37—38. t2 ) Offen6. Joh. 16. 15. '') Luk. 21,35. L,,f. 17, 24. 1S ) Matth. 24, 14.

