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Ehrenplatz im Reiche der Geister zu Theil und er selbst der Vater aller an Gott Gläubigen geworden.
Dieser Abraham nun aber, wie spricht er zu dem Reichen in der Qual? Hört man seine Rede, so ist es einem allerdings, als ob man nicht bloß das ruhige Wort göttlicher Gerechtigkeit vernehme, sondern es will uns bedünken, daß auch noch die reizende Sprache göttlicher Gnade durchklinge. „Mein Sohn", so erwiedert er dem Armen, der ihn als „Vater" Abraham zutrauensvoll angeredet hatte; er. verleugnet nicht ganz die Gemeinschaft mit dem elenden Sünder; er sollte freilich nicht bloß Abrahams Sohn sein, sondern Gottes Kind werden und zu diesem sich erheben können; aber „mein Sohn", spricht Abraham, „gedenke, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, du aber wirst gepeinigt." Wenn er das noch recht denken, durchdenken und durchempfinden, und nicht bloß ein elender, sondern ein armer Sünder werden könnte, dann leuchtete noch eine Hoffnung. „Nun wird er getröstet, du aber wirst gepeinigt"; noch ist es „nun", noch ein „heute", noch sind wir in der Zeit und nicht in der Ewigkeit; in diesem nun des Abraham leuchtet noch ein letzter, aber achter, wir müssen sagen: Gott gebe! erwecklicher Hoffnungsschimmer auf den Reichen in seiner Qual herüber.

