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O meine Brüder! Unendlich ernst muß uns im Hinblick auf dieses nächste Jenseits das Todesstünd- lein werden. Ein wenigstens vorläufiges Gericht gewahren wir hier unmittelbar nach dem Tode, jedenfalls einen Vorhof — zu Himmel oder Hölle!
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Fassen wir nun aber auch noch kurz zusammen, was sich aus diesem Gleichniß über das Verhält- niß des jenseitigen Lebens zum dießseiti- gen ergiebt.
Im Allgemeinen und vor Allem aus ergiebt sich nach dem Bisherigen als Grundgesetz das apostolische Wort: „Was der Mensch säet, das wird er ernten; wer auf das Fleisch säet, der wird vom Fleische Verderben ernten; wer aber auf den Geist säet, der wird vom Geiste das ewige Leben ernten^)." Der Reiche hatte sichtbar auf das Fleisch gesäet; die ihm verliehenen Geisteskräfte hatte er auf Irdisches Wohlleben und Genuß verwendet; „er kleidete sich in Purpur und köstliche Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden." Ueber sein eigen Fleisch und Blut reichte die Liebe nicht weit hinaus; mochte -- er auch etwa seinen leiblichen Brüdern noch ein schönes

