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Siebenundscchssigsies Kapitel.
„An den ich dir eine Recommandalion verschaffen will," warf der Andere leicht ein.
„Ferner eine alte Magd," fuhr Mathias mit einer Verbeugung fort, „und ein recht schönes Mädchen."
„Aha! Meister, du nennst das Mädchen zuletzt; das muß einen Hacken haben."
„Und einen tüchtigen, Herr. Der alte Buchhändler wandte ihr seine Liebe zu, und dafür betrügt sie ihn so tüchtig als möglich."
„Teufel! das mußt du mir erzählen," sagte der Andere aufmerksam und setzte dann mit leiser Stimme hinzu: „Armer Beil! Das soll ihn vollends kuriren."
„Es ist da ein junger, hübscher Kerl, — ich kenne ihn ziemlich, —"
„Also ein leichter Patron, ein Taugenichts?"
„So Etwas der Art. Aber zum Sterben in das Mädchen verliebt. Er wohnt im Nebenhause, hat sie scharf angesehen, sie ihn auch, er spielt den großen Herrn und das hat ihr gefallen."
„So, so, also ziemlich leichte Waare!"
„Wohl möglich, Herr; ich muß aber zu ihrer Entschuldigung sagen, daß sie gezwungen den ersten Schritt that und sich deßhalb zum zweiten und zu den folgenden leicht überreden ließ."
„Der junge Mensch kommt in's Haus?"
„Ja, Herr; über das Dach des Nebenhauses; er klettert und schleicht wie 'ne Katze. Ich glaube nicht, daß ihn der Buchhändler so leicht erwischen wird."
Der Andere machte nachdenkend ein paar rasche Gänge durch's Zimmer. — „Schön, schön," sagte er alsdann; „sieh dir das Haus genau an, namentlich erforsche, wo der Buchhändler wohnt und wo das Mädchen wohnt. Melde mir, wenn die

