9

Das Oberhauptbein. Dieser Knochen bildet den obersten Theil des Schädels, an ihm befinden fich die Na­ck enfortsätze, an welche fich das Nackenband befestigt, die knopfförmigen Gelenkfortsätze, die fich in den ersten Halswirbel cinlenken. Zwischen den beiden Gelenkfortsä­tzen liegt das große Hinterhauptloch.

Die beiden Scheitelbeine bilden die Wölbung der Hirnschale.

Die beiden Schläfenbeine liegen in der Schlä­fengegend und schließen in fich die wichtigsten Theile des Gehörorgans ein. Man bemerkt an ihnen mehrere Fort­sätze, die Gelenks grübe für den Unterkiefer, den äu­ßern Gehörgang nebst anderen kleineren Löchern und Spalten.

Das Keilbein liegt am Grunde der Schädelhöle, deren sämmtliche Knochen es als eingekeilter Mittelkörper verbindet. Man bemerkt an ihm mancherlei Löcher und Ausschnitte zum Durchgang von Nerven und Gefäßen. In die Schädelhöle hinein ragt der sattelförmige Fort­satz (sella turcica).

Das Siebbein ist ein von zarten Platten gebil­deter Knochen, der viele Zellen und Gänge einschließt, und liegt nach unten und vorne von der Schädelhöle. Durch eine fiebartig durchlöcherte Knochenplatte scheidet er die Schädelhöle von den Nasenhölen.

Die beiden im vorgerückten Alter in eins verwachse­nen Stirnbeine bilden die Grundlage der Stirngegend und der Augengruben, fie find in ihrem vorder« unterem Theile mit beträchtlichen Hölen (Stirnhölen) versehen. Beim Hornvieh findet man an jedem Stirnbein einen po­rösen verschieden gebogenen kegelförmigen Fortsatz, an welchen fich die hornige Scheide der Hörner ansetzt.