„ad)! — du hast vielleicht dod) nod) zu wenig „erwartet!"
„Seit deiner Abwesenheit schlich der Graf „sich öfter bey uns, und — ach! endlich auch „in Augustens Herz ein. Er hat eine ihrer „schwachen Stunden benutzt, und — um sie „nicht der öffentlichen Schande auszusetzen, „hat ein Band geheiligt werden müssen, das „aus einem Verbredien an dir entstand. Dei- „ner war sie auf ewig unwerth geworden, und „die Verzweiflung nöthigte mir meine Etnwillt- „gung ab."
„Ich habe keine Seufzer, keine Thränen „m-hr. In stiller nagender Schwermuth ver- „fließen meine letzten Lebenstage, die ich in eu- „rem Arme in neidenswerther Stille so glücklich „zu verleben dachte, wo ich ausruhen wollte „im Schatten, von der Hitze des Tages ermü- „det, wo der Rückblick in das Vergangene, „und süße Hoffnungen für das kommende Leben „mich beschäftigen sollten, wo ich den Freund „erwarten wollte, der mich endlich sanft hinüber „geleiten würde, wo ich — "
„Ad) steh, es steht kalter Todesschweiß auf „meiner Stirne!" —
„Hinweg ist der glückliche Traum, und „ich bin unglücklicher nur, weil ich ihn träum-

