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ab und warnte den Hrn. Baud vor einem Vertrage, der dem Baumeister seinen Gehalt im Verhältniß der Vergrößerung der Baukosten vermehrte. Dessen ungeachtet wäre dieses Verkomm- niß dennoch zu Stande gekommen, wenn es nicht an dem Widerstande des Kollegiums gescheitert wäre.
Erst, als alles Dies geschehen war, gab ich dem fortwährenden Drängen des Kollegiums nach und erklärte am 11. Juli dem Hrn. von Tschan-Zeerleder, daß ich die Ausführung des Baues als Unternehmer oder Bauführer zu übernehmen bereit sei, im Falle man damit zuwarten wolle, bis ich das Landammannamt abgegeben habe. — Die Andeutung des Hrn. Baud, daß Hr. von Tschan-Zeerleder damals mein Banquier gewesen sei, ist durchaus unwahr; wenn aber die Sache sich auch so verhalten hätte, so braucht es einen großen Muth diesen geringfügigen Umstand zur Verdächtigung mißbrauchen zu wollen.
Es braucht aber einen noch viel größer» Muth (um mich des gelindesten Ausdruckes zu bedienen) , um bei diesen Verhältnissen, welche durch die Protokolle der Regierung, durch die Ausschreibung des Baues, durch die Eingaben verschiedener Architekten und durch eine Menge anderer Umstände erhärtet werben können und in Bern überhaupt bekannt sind, den lieben Pfarrkindern und dem Publikum dennoch das Märchen aufbinden zu wollen, „die Ausführung des Deperthes'schen Planes sei von mir endlich durch die Bedingung, nach keinem andern Plane bauen zu wollen, erzwungen worden."
Ich habe hiemit die Beschuldigung, als hätte ich das Kollegium zur Wahl des Deperthes'schen Planes und hiemit zu einem, ihre Kräfte weit über steigenden,Kostenaufwand veranlaßt, bereits als durchaus unrichtig und unwahr nachgewiesen. Es wird dessenungeachtet hier am Platze sein, annoch den Beweis zu leisten, daß dieser Plan nach seiner ursprünglichen Form weit geringere Kosten verursacht haben würde. Es hat aber dem Hrn. Baud und dem Kirchenkollegium gefallen, diese Pläne so umändern zu lassen und bei der Wahl des Bauplatzes so unvorsichtig zu Werke zu gehend daß hiedurch die Kosten um beinahe die Hälfte vermehrt wurden. Es wäre sehr bequem, wenn man die daherigen Mißgriffe nunmehr Andern überbinden könnte.

