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wesen, die um unS sind, selbst zur Sicherheit des mensch­lichen Wohlseins unentbehrlich ist. Eine richtige Kennt- niß derselben geht aber einzig aus einer richtigen Be­trachtung und Auffassung ihrer Merkmale hervor. Ge­wöhnlich pflegt man daher an einem Naturwcsen mehrere Merkmale zusammen zu stellen, die dann, vereinigt, ein einziges Hauptmerkmal bilden und dem Naturwesen sei­nen geben.

tz. 15. N amen der Ncrturwesen.

Lehrer. Wenn du z. B. nie eine Kuh gesehen hättest und wollte dir Jemand erklären: die Kuh ist ein braunes Thier, wäre das wohl richtig?

Zögling. Nein; denn es könnte mir auch eine Kuh von einer andern Farbe, eine weiße, schwarze oder bunte begegnen, die wurde ich alsdann für ein anderes Thier ansehen.

Lehrer. Wenn es aber nun wirklich keine andern Kühe gäbe, als braune, würdest du alsdann jedes braune Thier für eine Kuh halten?

Zögling. Nein; denn es giebt auch braune Pferde, Hunde und noch andere braune Thiere, z. B. die Wieseln oder auch die Maikäfer.

Lehrer. Ein richtiges und sicheres Merkmal darf also auch nicht an einem Wesen anderer Art gefunden werden. Die Leute haben es jedoch damit so genau nicht genommen, daher denn auch manche Naturwesen so ganz sonderbare Namen haben. Sie dachten z. B. ein Löwe ist ein Thier, das andere Thiere frißt, und nannten deshalb ein unbedeutendes kleines Gewürm, das sich in den Sand eine Oeffnung macht, um Amei­sen darin zu fangen, den Ameisenlöwen. Warum glaubt ihr wohl, daß die Heuschrecken, die im Sommer auf den Wiesen und im Heu so lustig und behende her­umhüpfen, auch den Namen Heupferde haben?

Zögling. Weil sie so gut springen können.

Lehrer. Ganz richtig! Die Leute dachten, was so gut springen kann, muß wohl ein Pferd sein.

Könnt ihr mir noch ein ähnliches Beispiel sagen?

^Zögling. Ja; das kleine, artige, halbkugelige Käferchen, mit schwarzen Punkten auf den rothbraunen