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legen mußte; daher konnte er nur langsam und auf einen Stock gestützt, gehen. In der Schlacht bei Lützen mußte er sich durch die Reihen tragen lassen, und erst bei der dringendsten Gefahr stieg er auf's Pferd, wurde verwundet und sein Mantel etliche mal durchschossen. Sein Krankseyn machte ihn oft sehr mißmuthig und in der That, er war in keinerlei Hinsicht zu beneiden. Selbst die Soldaten, denen er Alles erlaubte, die er seine Seele nennen konnte, mochten nicht einmal seinen Tod rächen, und stimmten, als sie ihn erfuhren, das Vivat Fcrdi- nandus mit großer Bereitwilligkeit an.
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Zwei astrologische Freunde Wallensteine, der eine besondere Vorliebe für die Italiener hatte und daher auch seinem Feinde Piccolomini so blindlings, zu seinem Unglück vertraute, waren Giovani Bironi und der Genueser Gianbattista Seni, den er nach Eger kommen ließ und ihn eine jährliche Besoldung von 1000 Thaler aussetzte. Mit diesen schloß er sich ganze Tage lang zu astrologischen Untersuchungen ein, der aber oft nicht seiner vorgefaßten Meinung schmeichelte. Den Abend noch, als er ermordet wurde, stritt er sich mit Seni und behauptete, eine angedeutete Gefahr dieses Tages sey vorüber, da dieser das Gegentheil mit triftigen astrologischen Gründen zu beweisen suchte. Er hatte eben das Zimmer verlassen, als Wallenstein erstochen wurde.
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Kaiser Karl V. hatte den protestantischen Fürsten zu- gemuthet, an der Procession des Fronleichnamfestes, das gerade auf den folgenden Morgen nach seiner Ankunft in Augsburg einfiel, Theil zu nehmen, um eine Probe zu machen, ob sie bei einer Feierlichkeit gegenwärtig zuseyn sich entschließen würden, die ihren Grundsätzen entgegen sey. Der Markgraf Georg von Brandenburg erklärte sich aber gegen de« Kaiser mit lvbenswerther Freimüthig- teit: daß wenigstens er sich nicht dazu verstehen werde.
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