IX

beten Werke Mozart's; 2) eine ausführliche Sammlung von Auszügen aus beinahe allen Schriftstellern, die Mozart und seine Werke besprochen hatten; 3) eine Sammlung von Gedichten, die zu Mozart's Preise gefertigt worden waren, in Gestalt eines Supplements hinzu.

Herr v. Nissen starb in: Jahre 1.826, und zwei Jahre später ließ seine Wittwe das Werk bei Breit köpf und Här­tel in Leipzig bmtfen, das sie mit den Bildern ihrer beiden Gatten unb ihrer zwei Söhne erster Ehe, ihrem eigenen Bilde und vielen anderen Blättern, Facsimiles, Mnsikbeilagen n. s. w. illnstrirte.

Es liegt etwas ziemlich Romantisches in den Umständen, die wir so eben berührt haben, und denen wir die Veröffent­lichung dieses Werkes verdanken. Die Wittwe Mozart mußte etwa fünfzig Jahre zählen, als sie zum zweiten Male in die Ehe trat; sie war ohne alles Vermögen und weder schön noch sonst hübsch gewesen, wenn anders ihr Bild ge­troffen ist, das sich ans dem Jahre 1782, also ans der Zeit ihrer ersten Ehe herschreibt. Welcher Grund konnte Herrn v. Nissen vermocht haben, eine solche Verbindung einzngehen, ihn, dessen gesellschaftliche Stellung als Geschäftsträger, wirk­lichen Etatsrath und Ritter, von der ihrigen so verschieden war? Geschah es ans begeisterter Verehrung für das An- denken eines großen Mannes; warum wartete er daun acht­zehn Jahre lang? Was der Grund gewesen sein mag, ge­nug, Herr v. Nissen entrichtete für sich allein di§ Schuld der eivilisirten Welt, indem er die in Vergessenheit und im Elende schmachtende Wittwe heirathete, und den Erben des ruhmvollsten Namens unter den Musikern eine Erziehung gab. Als Wohlthäter der Familie Mozart und Verfasser einer,