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sämmtliche Zuchtvieh, die Widder und Mütter, junge und alte, numerire und jedes Stück mit einer Numer versehe, um im Stande zu sein, eines von dem andern zu unterscheiden.

Die Manipulation des NumerirenS ist verschieden: Entweder werden an den Ohren Einschnitte gemacht, oder die Numern werden auf hölzerne Täfelchen geschrieben, auch geschnitten, und den Schafen um den Hals gehängt. Geschieht nun das Numeriren von dem Herrn oder seinem Stellvertreter auf diese oder jene Art, dann bleibt es immer des Schafmeisters Pflicht, den Auftrag getreu und pünktlich zu befolgen, und darauf täglich zu sehen/daß die den Schafen .umgebundenen Täfelchen nicht verloren gehen. Zeigt es sich, daß eme solche Numer in Verlust gerathen ist, so steht es dem Schafmeister, wegen zu gewär- tigender großer Unrichtigkeiten und Unordnungen, nicht zu, selbst eine Aenderung mit den Numern an den Schafen vorzunehmen, oder den Schafen andere umzubinden, oder abzunehmen; sondern seine Pflicht ist es, die Anzeige hievon sogleich seinem Vorgesetzten zu erstatten. Daß gleich beim Anfänge, wenn die Numern umgebunden werden, darauf zu sehen sei, womit die Knoten der Schnüre festgemacht werden, versteht sich von selbst.

k) Die Begattung der Schafe.

So wie im Eingänge dieses Merkchens erwähnt wurde, daß die - Schafmeister verpflichtet sind, die Anordnungen ihrer Vorgesetzten genau zu befolgen, ebenso müssen sie hier, besonders der guten Sache wegen, auf die strenge Befolgung der erhaltenen Aufträge aufmerksam gemacht werden.

Will man das Schafvieh' verbessern, so liegt es schon in der Natur der Sache, daß man hiezu starke und gesunde Lämmer gleich von der Mutter erhalte; denn darauf hat ein braver Schafmeister gleich beim Belegen der Mütter, zu welcher Zeit man viel durch Umsicht zur Zeugung starker, gesunder künftiger Lämmer beitragen kann, zu sehen.

Auf den meisten Herrschaften, sowohl in den obrigkeitlichen Schäfe­reien, als auch in den Dörfern bei den Bauern, werden gewöhnlich im Herbste, itm Wenzeslai, die Widder unter die Schafheerde so frei-