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gelassen, daß jeder so viel Mütter belegen und jede so oft bespringen kann, als er will. . In einigen Wochen werden die Widder von den Müttern entfernt und so die Belegung beendet. Betrachtet man nun nach Verlauf von acht Tagen die Widder, die unter den Müttern gewesen sind; so wird man sie, weil sie durch übermäßiges Springen zu sehr entkräftet worden sind (indem sie jede Mutter so oft bespringen, als sie verlangt, ob sie gleich höchstens nur zweier Sprünge, um trächtig zu werden, bedarf), höchst mager, schwach und elend finden. Uibrigens ist um Wenzeölai ein ungünstiger Zeitpunkt, die Schafe belegen zu lassen, weil dann die Lämmer erst im Februar, März und April, zu welcher Zeit daS Schafvieh gewöhnlich schon ausgetrieben wird, und daher dem Schafmeister wenig Zeit, sich mit den gebärenden Müttern und mit den Lämmern gehörig abzugeben, erübriget, auf die Welt kommen. Ferner können bei einer derartigen Manipulation die Lämmer nicht gehörig abgespännt und von den Müttern entwöhnt werden, weil, wenn die Mütter auf der Weide sind, die Lämmer den ganzen Tag ohne Milch sein müßten. Eben deßwegen müssen die Lämmer bei so einer Wirthschast auf einmal abgesetzt werden, was sie im Wachsthum bedeutend zurücksetzt, und schon in der Jugend denselben bedeutend schadet, weßhalb auch schon bei der Ablämmerung in den meisten Schäfereien viele Mütter und .Lämmer zu Grunde gehen. Weiter muß berücksichtiget werden, daß, wenn die Lämmer erst im Monate Februar, März und April zur Welt kommen, sie auch noch im Juni mittelst der Muttermilch ernährt werden, wo bereits die Schur vorgenommen wird, und daher eine geringe Wollausbeute herbeiführen müssen, weil durch das Säugen die Wolle der Mutterschafe mager, leicht und schlecht wird; waS sonst, wenn die Lämmer früher auf die Welt gekommen wären, und daher schon zwei oder drei Monate vor der Schur hätten abgespännt werden können, nicht der Fall wäre. Es ist daher begreiflich, daß es für daS Schafvieh bedeutend zuträglicher und für den Eigenthümer weit nützlicher ist, wenn die Mütter früher, und zwar schon im Sommer belegt und die Widder nicht frei unter die Schafe zugelassen werden, weil die Widder, wie bereits gesagt, so viele Sprünge, als sie wollen,