mütter, damit sie die Brünstigen aufsuchen.*) Sobald nun in-der Mutterheerde einige brünstige Mütter vorfindig sind, werden sich solche um den mit der Schürze versehenen Prohirwidder sogleich versammeln, welche einzeln aufzufangen und zu den in den Hurten in Bereitschaft gehaltenen und von dem Vorgesetzten bereits der Numer nach bestimmten Zuchtwiddern zu vertheilen sind. Nun lasse man die Mutter mit dem Sprungwidder so lange eingeschlossen, bis man sich von einem zweimaligen Begattungsakte überzeugt hat.- Sodann entferne man die Mütter, welche zur Vorsicht auf der Nase gezeichnet werden können, von den Widdern in eine separate, den Widder aber in seine vorige Heerde.' — Damit man sich aber die Uiberzeugung verschaffe, ob alle Mütter nach dem ersten Sprung trächtig geblieben sind, gibt man von Zeit zu Zeit die Probwidder unter jene in einem abgesonderten Haufen sich befindlichen Mütter, die ‘ schon belegt worden sind. Findet man einige Mütter, die nicht trächtig geblieben sind, so nimmt man sie heraus und gibt sie nochmals zu den für sie von dem Vorgesetzten bestimmten Widdern 'in die Hurten. Trifft es sich aber, daß die Probirböcke, mehre brünstige Mütter an einem .Tage aufsuchen, die von einem Widder belegt werden sollen, so darf dieser Widder an diesem Tage nur zwei von ihnen, nämlich früh eine und Abends die andere belegen,' und die andern Mütter müssen für die nächsten Tage belassen werden.
Auf diese Art werden die Widder nicht 'geschwächt, sie werden nach der Sprungzeit eben so gut aussehen, wie vordem, die Mutterschafe werden nach und nach alle belegt, und man hat sonach gesunde und starke Lämmer zu hoffen.
g) Behandlung der trächtigen und gebärenden Mutterschafe.
Sobald die Begattung vorüber ist, muß der Schafmeister mit aller __ r
*) Auf 100 Stücke Mutterschafe fini) '2 Probirwidder nöthig, und da der gereifte uud nicht befriedigte Begattungstrieb die Thiere sehr.angreist, müffeu die Widder bei einer großen Heerde gewechselt werden.

