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Sorgfalt dahin wirken, daß die tragenden Schafe vor allem Schaden v bewahrt und stets gesund erhalten werden, damit sie die Lämmer glücklich zur Welt bringen und nicht etwa verwerfen. Vorzüglich muß der Schasmeister durch stete Ermahnung der Knechte dahin zu wirken trachten, daß die Mutterheerde in diesem Zustande durch die Hunde nicht gehetzt, in dem Schafstalle durch unvorgesehene Uiberraschungen nicht geschreckt, bei dem Ein- und Austriebe im Thore durch gewaltsames Zusammenquetschen nicht beschädigt, auf die Weide und von derselben zurück nicht schnell getrieben und beim Fressen und Salzlecken Nlcht gedrängt und gestoßen werden, weil jede derlei Uiberraschung, und selbst die unbedeutendste Gewaltthätigkeit gewöhnlich das Verlämmern oder Verwerfen nach sich zieht, wodurch nicht nur das Lamm, sondern auch sehr oft das Mutterschaf verloren geht. Wenn man auch das beschädigte Schaf nicht verliert, so ist zu befürchten, das es im folgenden Jahre bei dem geringsten Anlasse wieder verwerfe.
Der Schasmeister. hat ferner dafür zu sorgen, daß den Schafen niemals, am allerwenigsten aber jetzt in ihrem trächtigen Zustande, und besonders in den letzten sechs Wochen schlechtes oder verdorbenes oder großen Durst und Aufblähen erregendes Futter, z. B. Erdäpfel, Wasserrüben und Kleeheu, welche in großen Quantitäten gegeben das Aufblähen und das Abtreiben der Frucht oder die zu frühe Geburt bewirken, vorgelegt oder unreines Wasser als Tränke verabreicht werde, im Gegen- theil müssen die trächtigen Schafe gute und reichliche Nahrung erhalten, um im Stande zu sein, das Lamm im Leibe gut zu nähren.
Dle kränklichen Mütter müssen wegen baldiger Erholung in einer besondern Abtheilung gut gepflegt und mit einer doppelten Portion von gutem Heu, dann mit mehr Salz und im Tranke mit schwarzem Mehl, Kleie oder Schrott unterstützt werden.
Die hochtragenden Mütter, welche in einigen Tagen lammen sollen, werden ebenfalls in einer geräumigen Abtheilung abgesondert gehalten, damit der Schasmeister und die Knechte die Ablammung leichter ab- warten und die Stücke besser übersehen können. Wie bekannt, trägt das Schaf 150 bis 152 Tage; wenn die Mütter also im Anfänge des

