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Gewöhnlich werden die Lämmer, u. ;. die stärksten, die mittel­mäßigen und die schwächsten in drei Haufen, so auch ihre Mütter ab- getheilt und hiedurch das Abspänn'en bedeutend erleichtert. Ferner'hat der Schafmeister darauf zu sehen, daß man die Lämmer die ersten acht Wochen des Tages viermal, später drei- und zweimal und zuletzt kurz vor dem Abspännen nur einmal saugen lasse, und daß man diejenigen unter der. ältern Gattung sich befindlichen schwachen Lämmer sammt ihren Müttern herausnehme und dem Haufen der jüngsten Lämmer, damit sie länger.saugen können, zutheile.

Die Lämmer bleiben jedesmal nur so lange bei den Müttern, bis sie sich satt getrunken haben. Sobald sie zu saugen aufhören, müssen sie von den Müttern entfernt werden, und hiebei ist Acht zu'geben, daß die drei Abtheilungen der Lämmer und der Mütter untereinander nicht vermengt werden.

Sind die Lämmer einige Wochen alt, so muß ihnen ein reines, mit schwarzem Mehl, Kleien oder Schrott gemischtes Wasser in flachen und niedrigen Schaffeln oder Ständern vorgesetzt und ein gutes weiches . Heu vorgelegt werden, damit sie nach und nach an dieses Futter, welches, sobald sie älter und stärker werden, in größeren Portionen zu verab­reichen ist, sich gewöhnen und den Müttern ganz unmerklich entwöhnen.

Finden sich bei der vom Schafmeister öfters vorzunehmenden Un­tersuchung einige Mütter, die in ihren Eutern wenig Milch, besitzen, so müssen sie sogleich einzeln jeparirt und, damit sie ausgiebige Milch er­halten, mit besserem und kräftigerem 'Futter unterstützt werden. Tritt jedoch der Fall ein, daß die Mütter von einer geilen Weide im vorigen Sommer eine fette, dem Lamme höchst nachtheilige Milch besitzen, so ist sogleich die Anstalt zu treffen, die fette Milch durch aus wässerigen Bestandtheilen bestehendes Futter, am besten durch rohe Erdäpfel, zu verdünnen. Wiewohl die meisten Schafmeister diesem zuletzt genann­ten Uibelstande wenig Aufmerksamkeit schenken und einen solchen Zufall gewöhnlich für eine Unbedeutenheit halten, so müssen sie dennoch mit der bei diesem Uibel gemachten Erfahrung bekannt gemacht werden.

Im Anfänge des Jahres 1826, zu welcher Zeit der Verfasser die

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