brikswäsche, schon vermittelst einer gehörigen kalten Pelzwäsche fast einen. Verlust von einem Drittel ihres Gewichtes. Diese Wolle ist nicht geregelt, schlicht, nicht gekräuselt und 'daher ohne sichtbare Bie­gungen, mehr wergartig und mit Hundehaaren hin und wieder durch­wachsen. Das Vließ ist locker, nicht geschlossen und die Wolle hart. Das gut genährte Schaf liefert bei einer gewöhnlichen Wäsche jährlich reichlich 2 Pfund Wolle. -Diese Thiere sind durch Gewohnheit, durch häufig vorkommende schlechte' Haltung und Ernährung ziemlich abge­härtet, und verlangen deßhalb viel weniger Aufmerksamkeit als edlere Racen; wird jedoch ein reichlicher Wollertrag verlangt,-dann findet eben kein großer Unterschied in den Ernährungökoften zwischen dem nicht hochfeinen, aber wollreichen Merino und dem Landschaft statt, indem bei diesen beiden Racen hauptsächlich nur die Größe und das Gewicht der Thiere den Nahrungsbedarf bestimmt. Uibrigens trifft man gegenwärtig das gemeine Landschaf nur noch selten rein und un- vermischt in großen Heerden an, indem die sehr verbreiteten Merino- heerden vielfache Gelegenheit verschaffen, das gewöhnliche Landschaf in der Wolle zu verbessern.

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2. Das Haideschaf, Haideschnucke.

Es ist klein von Körper, wird ans den niedersächsischen Haiden angetroffen und zeichnet sich namentlich dadurch vortheilhaft aus, daß es bei mäßiger Weide in kurzer. Zeit fett wird. Dieses Schaf hält sich nur in jenen Haidegegenden am besten, indem es, das ganze Jahr im Freien weidend, fast ausschließlich von Haidekraut lebt, und sich auf einer kräftigeren Weide zwar schnell fett, aber dann auch bald krank fressen würde. Diese.Schafe haben.sämmtlich Hörner, sind nie ganz weiß, sondern grau, braun oder schwarz. Ihre Wolle ist größten-» theils haaricht, grob und hart. Einige jedoch tragen unter der län­geren, gröbern Wolle' eine kurze seine, die aber nur 'mühsam abge­sondert werden kann. Sie werden gewöhnlich zweimal des Jahres geschoren, das erste Mal gegen Johanni, wo ein Schaf i bis 1£,