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Racen der Schafe.

Das Geschlecht der Schafe erhält, wie schon früher bemerkt, eine große Menge von Arten, und jede Art wieder 'eine große Menge von Abarten. oder Racen, die bald nach Bau und Bildung des Körpers, bald' nach Güte und Beschaffenheit der Wolle, bald nach Art und Weise sich zu nähren u. s. w. eingetheilt werden. Jene große Mannig­faltigkeit der verschiedenen Schafracen ist daher ein wichtiger und sehr . interessanter Gegenstand für die Naturgeschichte; allein für den Land- wirth können nur jene Racen entschiedenes Interesse haben, welche bei geeignetem Klima das genossene Futter, so wie die Wartung und Pflege durch die gelieferten Nutzungen gleichsam ersetzen oder be­zahlen und. somit verhältnißmäßigen Nutzen gewähren. Die am meisten bei. der Landwirthschaft im 'Großen vorkommenden Schafracen sind folgende:

1. Das gemeine deutsche Landschaf.

E.s wird außer Deutschland auch noch in mehreren andern Län­dern, u.'z. in verschiedenen, doch wenig bedeutenden Abweichungen an­getroffen. Die zu dieser Race gehörigen Schafe haben einen länglich runden Kopf, lange Ohren, eine breite Stirn und im Gesichte glatte, weiße, kurze Haare. Der Kopf ist bis hinter die Ohren ohne Wolle und gewöhnlich auch bei dem Widder ohne Hörner; der Körperbau ist mehr klein als. groß und das Gewicht eines ausgewachsenen, gut genährten Mutterschafes beträgt mit der Wolle 60 bis 65'und das des Widders 75 bis 80 Pfund. - Gewöhnlich wird die Wolle vom gemeinen Landschaft jährlich zweimal geschoren,^ und erreicht, wenn sie ein ganzes Jahr stehen bleibt, eine Länge von 2£ bis 3 Zoll; sie enthält im rohen, ungewaschenen Zustande beinahe die Hälfte des Ge­wichtes an Schmutz und Fett, und erleidet, ohne eine nachherige Fa-