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frühzeitig zur Begattung zugelassenen Widdern auch schwache Lämmer erzeugt- werden, welche in Folge ihrer Schwäche' wieder fehlerhaften Eigenschaften unterworfen sind, so soll der Widder wenigstens 2$ Jahre alt sein, ehe er zum Sprunge zugelassen wird, ob es gleich bei hoch­feinen Schafen noch vortheilhafter sein dürfte, wenn ein solcher 3 Jahre alt ist. Ein Widder, der in seinem dritten-Altersjahre zum Sprunge zugelassen und über seine Kräfte nicht benützt wird, bleibt bis in .sein siebentes und achtes Jahr zur Zucht brauchbar, und kann also 4 bis 5 Jahre als Stammthier beibehalten werden. Das Mutterschaf kann bis in sein siebentes Jahr, wo sein Wollertrag, der mit dem vierten Jahre erst am vollkommensten wird, dann aber wieder abnimmt, zur Lammzucht gebraucht werden. Es wird im Allgemeinen ange­nommen, daß das Mutterschaf bei gehöriger Ernährung und Pflege dem Schafzüchter 4 bis 5 Lämmer bringen soll, ehe er solches auszu- bracken nöthig hat, wenn nicht etwa andere Ursachen. solches nöthig machen. Bei der Veredlung einer feinen Heerde ist es oft nothwendig, das feinste Muttervieh so lange beizubehalterfl als solches im Stande, ist, die Heerde durch Gebären zu vermehren; was bei einer guten und zweckmäßigen Ernährung bis ins zwölfte Jahr und darüber geschehen kann, im Allgemeinen aber ist es bei allen volljährigen Heerden, die keiner Weiterveredlung bedürfen, weit vortheilhafter,' Mutterschafe und Hammel jedenfalls im siebenten oder aber höchstens im achten Jahre auszubracken, weil in diesem Alter sich nicht nur der Wollertrag'zu vermindern anfängt, sondern die Thiere auch in einem spätem Alter den Krankheiten mehr unterworfen sind. Da wo sich die Gelegenheit darbietet, Zucht- und Mastvieh um erhebliche Preise abzuverkaufen, ist es vortheilhafter, mehrere Schafe, zuzulassen, um eine größere. Anzahl Lämmer zu erzielen, die Heerde stets in einem jugendlichen Zustande zu erhalten, und. somit die Thiere in einem fünf- und sechsjährigen Alter an Mann zu'bringen.

i. Begattungszeit.

Der Begattungstrieb erwacht am stärksten bei dem gut genährten Muttervieh größtentheils im Monate Juli und August, bei dem ge-