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wieder unvollkommene Zeugungssprossen in der Gesundheit zu erwarten sind, da bei derlei unvorsichtigem Verfahren sehr leicht gebrechliche Schaf- . heerden gleich von ihrer Geburt an erzogen werden. Die vortheilhafteste Brauchbarkeit eines Widders ' ist in der Altersperiode von 3 bis 4 Jahren, ungeachtet einzelne Stücke auch mehrjährige zweckmäßige Dienste leisten können; was' aber hauptsächlich von der Mäßigung ihrer frühem Benützung und von ihrem Zustande in diesem Alter abhängt. ' Will jedoch jemand einen edlen Stamm 'schnell vermehren oder in der Ver­edlung schnell fortschreiten, .so ist es für ihn räthsam, auch gut ge­nährte Widder und Mutterschafe bald nach dem ersten Zahnwechsel, also in einem Alter von i\ Jahren, zur Begattung zuzulassen. Der Verfasser dieses Merkchens betrieb eine soartige Manipulation auf einer Herrschaft durch mehrere Jahre mit großem Vortheil,' denn der daselbst sehr herabgesunkene Schafviehstand wurde in paar Jahren nicht nur bedeutend gehoben, sondern auch die Mütter und Lämmer wurden im. besten Stande erhalten. Allein da die Wartung und Ernährung der jungen Thiere nicht immer auf das sorgfältigste und überhaupt natur­gemäß statt findet, auch von dem Jungvieh'bei der besten Pflege und reichlichsten ^Verabreichung des Futters doch immer einige in ihrem Wachsthume \ Zurückbleiben, besonders aber gegenwärtig die meisten Herrschafts-Heerden aus edlen und veredelten Racen bestehen, die sich im Allgemeinen später ausbilden; so wird es, namentlich hinsichtlich . letzterer Bemerkung, gewiß Vortheil gewähren,, wenn das Schaf statt im. zweiten, erst im dritten Jahre zur Begattung zugelassen wird, indem dasselbe in diesem Alter mehr ausgewachsen ist, einen stärkeren Kör­perbau erhalten hat, und auch länger ausdauert. Uibrigens ist es nicht rathsam, ganz junge, noch nicht ausgebildete Thiere zur Fort­pflanzung zu verwenden, weil man nicht überzeugt ist, ob eine Jugend­krankheit, wie z. B. die Drehkrankheit, welche in der Regel meisten- theils Thiere unter 3 Jahren befällt, in denselben verborgen liege,- oder ob die Wolle ausartet und in der Folge gröber und fehlerhaft werde, man daher der Gefahr ausgesetzt wäre, dergleichen fehlerhafte Eigenschaften in der Heerde zu verbreiten. Da ferner von zarten und