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ßen der Blätter der Rebe einen Theil der Ernährungsorgane wegnehmen.
Man muß die Lage auck in Beziehung auf die umliegenden Gegenstände und sonstigen Umstände berücksichtigen, da sie manchmal einen wichtigen Einfluß auf das Erzeugniß ausüben.
Eine der schrecklichsten Plagen sind die Frühlingsfröste, die häufig in manchen Gegenden die Weingärten verwüsten, während andere von denselben nie betroffen werden. Es ist also höchst wichtig, auf die Umstände Rücksicht zu nehmen, durch welche die Früh- lingsfröfte begünstiget werden. Man muß die Nähe der Wälder und der Sümpfe vermeiden, da sie die Luft in der Nacht immer kühler machen, und die Thau- und Nebelbildung befördern, so wie auch die frühzeitigen Fröste befördern, welche so äußerst ungünstig auf den Ertrag der Weingärten einwirken.
Die Lage eines Weinberges an Ufern von Flüßen und Seen wird von allen Sachverständigen als für die Qualität des Weines günstig betrachtet. Diese Frage scheint uns nicht genug aufgeklärt zu sein. Wir wollen kein entscheidendes Urtheil über sie wagen; wir begnügen uns bloß die Bemerkung zu machen, daß unter den zahlreichen Weingärten, welche Bordeaur umgeben, und überall unter dem Namen von Graves bekannt sind, der berühmteste Haut-Krion in einer ziemlich großen Entfernung vom Fluße wächst, von dem er durch mehrere kleine Hügel und weniger geschätzte Weingärten getrennt ist (5).
Die Nachbarschaft der Flüffe und Seen ist stets von zwei auf die Produktion einwirkenden Umständen, nämlich von einem höheren Temperaturstande und reichlicheren Thau begleitet. Der erste erklärt schon hinreichend den Unterschied zwischen dem Wein des Abhanges und dem der entgegengesetzten Seite. Der zweite Umstand soll der Größe der Frucht günstig sein: ob auch der Qualität-? dieß wissen wir nicht.
Weinstöcke oder Rebensorten.
Die Kenntniß der Rebensorten ist von vorzüglicher Wichtigkeit, da sie auf den Geschmack, die Blume, die Feinheit und die Farbe der Weine einen wesentlichen Einfluß ausüben.

