Einleitung.

Religion ist Anleitung zur Erke nntn i ff und Ver­ehrung Gottes, wodurch wir gut und glückselig werden.

Der Religionsunterricht umfasst i) Religions- oder Glaubenslehren, d. h. Vorstellungen vom Menschen, von Gott und von der Verbindung, worin der Mensch mit Gott steht. 2) Pflich­ten- oder Sittenlehren, d. h. Vorschriften über dach was wir thun, lassen und dulden müssen. 3) Heilsmittel, d. h. christliche Hülfs mittel, wodurch uns die Erlernung und Beherzigung der Leh­ren und die Ausübung der Pflichten erleichtert wird.

Wer dieser Anleitung folgt, bei dem bewirkt dies: i) Religions-Erkenntnisse und Gefühle, d. h. innere 2Migicm des Menschen, christlichen Sinn ; 2) r e l i g i 0 n s m a ß i g e s Betragen, in Worten, Handlungen und Duldungen, d. h. äußere Religiosität, christlichen Wandel. 2lbsicht, Zweck und Erfolg davon: Sittliche Ausbil­dung zum weisen edelen, glücklichen Lebensgenüsse und Dulden, und frohe Aussichten am Grabe. 1 Tim. 4, 8. 6, 6. s2 Tim. Z, 15. f.Mr. 177, 6. 7 fPs. i.]

(Quellen der Religion sind 1 ) unsere eigene Vernunft 2) die Offenbarung. Man unterschei­det daher natürliche und geoffenbarte Religion. Gott ist Urheber alles Wahren und Guten; Men­schen Vernunft und Gefühl das Werkzeug aller seiner Offenbarung an uns; Offenbarung Got-