Dritte Abtheilung.

Don den Beförderungsmitteln christlicher Frönr- migkeir und Tugend, (von christlichen Heilsmit- teln oder Gnadenmitteln.)

Christenthum empfiehlt uns mancherlei Hülfs- mittel zur Beförderung unsrer sittlichen Vervollkommnung, welche die a deutsche Sprache der Bibel -Heils- oder Gnadenmittel nennet; deren Gebrauch muff durch die kirchlichen Anordnun­gen befördert werden. Sie sind ächtchristlich, wenn sie uns auf dem Wege weiter führen, den uns die Natur und die Heilsordnung des Christenthums anwei­set. (Vergleiche lste Abth. I. und III. C.]

Alle Menschen bed ürfen solcher Hülfe- mittel; nur Einer mehr als der Andere; und die Christenheit bedarf öffentlicher Anstalten zur Aufrechthaltung christlicher Grundsätze und zur Be­lebung christlicherTugend und Religiosität. Die Religions- anstalten verwalten den Gebrauch der Heilsmittel. Aber­glaube und Heuchelei machen die Mittel zum Zweck. Irren­de hielten sie zuweilen für entbehrlich ider gar für Täu­schung. Aber ohne Mittel gelangt man nicht zum Zwecke.

Folgende empfiehlt das Christenthum vorzüglich: Die aufmerksame Betrachtung der Welt- und Menschen- schickfale; das Lesen der Bibel und andrer lehrreichen Bücher; das Gebet; Zusammenkünfte zur religiösen Un­terhaltung; zwei ausgezeichnete religiöse Feierlichkeiten, die heilige Taufe und das heilige Abendmahl; die Kon­firmation.

i. Die fromme Betrachtung der Welt- und Menschenfchickfale lehrt uns aus der Naturlehre