bäude, welches wir kennen. Betrachte seinen Kno» chenbau, die Bewegbarkeit der Glieder, vermittelst der Gelenke, Muskeln und Bänder, vie Bekleidung mit Fleisch, Fett und Haut; die Schönheit und Zweckmäßigkeit der Theile und des Ganzen; die Erhaltung und dasWachsthum des Körpers durch verdauete Nahrungsmittel; den Umlauf des Blutes; das Athmen; die fünffache Verrichtung der Sinnen Werkzeuge, im Auge, im Ohre, in der Nase, auf der Zunge und in der Haut des ganzen Körpers; die Mittheilung der äußeren Eindrücke durch Nerven, zum Rückenmark und Gehirn; den Ausdruck der Gedanken und Empfindungen, durch Mienen und Geb erden, durch Weinen und Lachen; die Dauer, die Lebenslange, die aufrechte Stellung; die Sprach Werkzeuge; die Naturtriebe, (Instinkte) und Kunst tri e be. Alles dies bildet zwar nur den sinnlichen Menschen; es bewirkt Beh aglich- keit und Unbehagen, Freuden- oder Schmerzgefühle; aber dies hat offenbar höhere Zwecke. Es wirkt auf den Bewohner des Körpers, die Seele, als «Organ oder Werkzeug.
Die Seele, (der Geist) des Menschen bewohnt den Körper, bewegt und benützt ihn. Sie bekommt Eindrücke vermittelst der Sinnenwerkzeuge, und wird sich dadurch äußerer Dinge bewusst, d. h. man sieht, hört, riecht, schmeckt, fühlt; die Gefühle erzeugen Empfindungen, diese Vorstellungen und B egri ffe. Wenn die Seele diese sammelt, verbindet, trennet, vergleicht, ihre Ähnlichkeit mit dem Witze, ihre Unähnlichkeit mit dem Scharfsinne bemerkt, denkt, ur- t heilt und schließt: so bildet sich Verstand und Vernunft. Hiebei hilft das Gedachtniss, die Er in-

